38 Euro Schuldenzuwachs pro Sekunde
Bremer Schuldenstand schon bei 26.745 Euro je EinwohnerDer Bund der Steuerzahler fordert, das verhängnisvolle Schuldenwachstum zum Stillstand zu bringen. Mit der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse sei ein harter aber gangbarer Konsolidierungspfad für Bremen bis zum Jahr 2020 vorgezeichnet. Dabei müssten die Finanzierungsdefizite von zuletzt 1,2 Milliarden Euro jährlich um ein Zehntel zurückgeführt werden. Im Gegenzug werde Bremen bei entsprechenden Eigenanstrengungen durch Finanzhilfen von Bund und anderen Ländern in Höhe von 300 Millionen Euro unterstützt, um die jährlichen Zinslasten von 650 Millionen Euro bewältigen zu können.
Zum Abbau der jährlichen Finanzierungsdefizite hält der Bund der Steuerzahler eine grundlegende Regierungs-, Verwaltungs- und Aufgabenreform in Bremen für erforderlich, die auch mit Hilfe von umfangreichen Privatsierungen das öffentliche Leistungsangebot auf seine Kernfunktionen zurückführt. Nachhaltig begrenzt werden müssten die Personalausgaben - insbesondere die Versorgungsausgaben für pensionierte Beamte, die Sachausgaben und die öffentlichen Sozialleistungen. Der Bund der Steuerzahler rät Senat und Bürgerschaft, bei der Konsolidierungspolitik einen engen Schulterschluss mit anderen Haushaltsnotlagenländern zu suchen, um politisch leichter haushaltswirtschaftlich vertretbare Standards für öffentliche Leistungen umzusetzen oder die Bezahlung der Staatsdiener flexibler zu gestalten.



