62 Euro neue Landesschulden pro Sekunde
Bund der Steuerzahler hält Kreditrahmen des Jahres 2011 für zu hochDie BdSt-Schuldenuhr im Niedersächsischen Landtag begann am 3. März 1997 bei einem Stand von 32 Milliarden Euro zu laufen. Ende der 1990er Jahre und im Jahr 2000 wuchsen die Schulden um 43 Euro pro Sekunde, ehe der Zuwachs im Jahr 2002 auf den damaligen Rekordwert von 93 Euro pro Sekunde emporschnellte. In den Folgejahren verringerte sich das Schuldenwachstum in unterschiedlich großen Schritten kontinuierlich auf 8 Euro pro Sekunde im Jahr 2009. Stillstand und Rückwärtslaufen der Schuldenuhr durchkreuzte die Finanz- und Wirtschaftskrise. Im Jahr 2010 raste die Schuldenuhr gar mit 105 Euro pro Sekunde so schnell wie nie zuvor. Die 50-Milliarden-Euro-Grenze hatte die Niedersächsische Schuldenuhr im März 2006 durchbrochen. Im Oktober 2012 ist nach den Finanzplänen der Landesregierung mit dem Überschreiten der 60-Milliarden-Euro-Grenze zu rechnen.
Der Bund der Steuerzahler fordert, durch - auch unpopuläre - Sparmaßnahmen den Marsch in den Schuldenstaat zügig zu stoppen. Finanzielle Lasten dürften nicht länger ungeniert auf künftige Generationen weitergereicht werden. Hilfreich dafür sei ein Schuldenverbot in der Niedersächsischen Landesverfassung, das der Landtag nach dem Vorbild der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse beschließen müsse.



