Bremer Schuldenuhr läuft langsamer
Aber persönliche Schuldenlast bald bei 30.000 Euro je EinwohnerLand und Stadtgemeinde Bremen sehen für 2012 zusätzliche Schulden von 874 Millionen Euro vor, was dem diesjährigen prognostizierten Defizit entspricht. Die Seestadt Bremerhaven will sich mit ihren Eigenbetrieben um 91,5 Millionen Euro zusätzlich verschulden. Rund 70 Prozent der neuen Gesamtschulden werden benötigt, um die diesjährigen Zinslasten in beiden Städten in Höhe von 678 Millionen Euro zu schultern.
Positiv hebt der Bund der Steuerzahler hervor, dass im letzten Jahr die Steuerquellen besser als erwartet sprudelten und so die Nettokreditaufnahmen 2011 um rund 300 Millionen Euro niedriger ausfielen. Die Schuldenuhr konnte deshalb zu Jahresbeginn auf 18,531 Milliarden Euro „zurückgedreht“ werden, nachdem vor Jahresfrist noch mit einem Anstieg auf 18,831 Milliarden Euro gerechnet worden war.
Der Bund der Steuerzahler fordert den Bremer Senat auf, die weiterhin gute Wirtschaftslage zu nutzen, um die strukturellen Defizite und damit die Neuverschuldung stärker zurückzuführen als geplant. Mit den Sanierungshilfen vom Bund und den anderen Bundesländern müsse alles daran gesetzt werden, die unsägliche Schuldenspirale spätestens im Jahr 2019 zum Stillstand zu bringen.



