LV Niedersachsen und Bremen - Einkommensteuer

Aus unserer Arbeit > Steuertipps
14.12.2016

Einkommensteuer

Häusliches Arbeitszimmer eines Hochschuldozenten

Voraussetzung für die Anerkennung eines häuslichen Arbeitszimmers ist, dass dem Steuerpflichtigen für seine berufliche oder betriebliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht.

Über diese Voraussetzung des häuslichen Arbeitszimmers stritten ein Hochschuldozent (Fachbereich Chemie) und die Finanzverwaltung vor dem Finanzgericht Rheinland-Pfalz. In dem Institut für Chemie der Universität, in der der Kläger tätig war, stand ihm im Streitjahr ein Laborraum zur Verfügung, der mit einem Schreibtisch, einem für das Stadtgebiet freigeschalteten Telefonanschluss und einem PC ausgestattet war. Daneben hatte er sich ein häusliches Arbeitszimmer eingerichtet und die entsprechenden Aufwendungen steuerlich geltend gemacht. Die Finanzverwaltung lehnte die Anerkennung dieser Kosten ab, weil dem Dozenten der Laborraum als Arbeitsplatz zugewiesen und dieser Raum hinreichend ausgestattet sei sowie geheizt und geputzt werde.

Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz gab der hiergegen gerichteten Klage statt. Es urteilte, dass der Dozent auf das häusliche Arbeitszimmer angewiesen sei. In dem Labor befänden sich weder ein Drucker noch ein Scanner noch die erforderliche Fachliteratur. Das Labor könne der Dozent zwar für seine Forschungstätigkeit nutzen, für seine Tätigkeit als Lehrbeauftragter sei dies aber nicht der Fall.

Urteil des FG Rheinland-Pfalz vom 7. September 2016, Az.: 1 K 2571/14.

Suche
Staatsverschuldung in Niedersachsen
0
Zuwachs / Sekunde
0
Schulden / Kopf
0