LV Niedersachsen und Bremen - „Kein neues Subventionsfass öffnen“

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14.03.2011

„Kein neues Subventionsfass öffnen“

Bund der Steuerzahler kritisiert steigende Kosten für neues hannoversches Schloss-Museum in Herrenhausen

Der Bund der Steuerzahler Niedersachsen und Bremen warnt die Landeshauptstadt Hannover davor, mit dem geplanten Museum im Schloss Herrenhausen, das derzeit wiederaufgebaut wird, ein neues kulturelles Subventionsfass zu öffnen. Die Beinahe-Verdoppelung der jährlichen Betriebskosten von vormals 400.000 Euro auf jetzt 760.000 Euro dürfe nicht hingenommen werden. Denn es sei unrealistisch, eine solche Kostensumme dauerhaft über Eintrittserlöse wettmachen zu können.

Der Bund der Steuerzahler fordert insbesondere, die geplanten Personalkosten des Museums, die von bislang 140.000 Euro auf jetzt 407.000 Euro jährlich regelrecht explodiert seien, auf den Prüfstand zu stellen. Es sei nicht nachvollziehbar, warum die überschaubare Erhöhung der Ausstellungsflächen von 1.450 auf 1.850 Quadratmeter mit einer Verdreifachung der Personalkosten einhergehen sollte. In der kräftigen Heraufsetzung der zahlenden Besucher von bislang 60.000 auf nahezu 100.000 durch die städtische Kulturdezernentin sieht der Bund der Steuerzahler zudem den leicht zu durchschauenden Versuch, die betriebswirtschaftliche Seite des neuen Schloss-Museums schönzurechnen. Die Ratspolitiker der Landeshauptstadt dürften sich von dieser "Beruhigungsstrategie" nicht blenden lassen. Es müsse angesichts der defizitären Haushaltslage der Landeshauptstadt weiterhin unverrückbares Ziel bleiben, den Museumsbetrieb in Herrenhausen bei realistischen Besucherzahlen kostendeckend zu führen. Nach den jüngsten Kostenrechnungen aber drohten jährliche Zuschüsse in mittlerer sechsstelliger Größenordnung. Diese seien für den Stadthaushalt nicht verkraftbar. Der Bund der Steuerzahler erinnert daran, dass Stadt Hannover und Land Niedersachsen bereits jeweils eine Million Euro für den Ausbau des östlichen und westlichen Schloss-Flügels zugesagt hätten, um dort das Museum unterbringen zu können.

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