LV Niedersachsen und Bremen - Städte drehen an der Steuerschraube

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10.08.2012

Städte drehen an der Steuerschraube

Hannover und Hildesheim mit massiven Hebesatz-Erhöhungen

Unter den 20 größten Städten in Niedersachsen haben in diesem Jahr fünf Städte den Hebesatz für die Grundsteuer B und drei Städte den für die Gewerbesteuer erhöht. Besonders extreme Anstiege waren in Hannover und Hildesheim zu verzeichnen.

Bei der Grundsteuer B langte die klamme Stadt Hildesheim am meisten zu – dort stieg der Hebesatz gleich um 80 Prozentpunkte auf nunmehr 540 Prozent an. Hildesheim hätte damit den Negativrekord in Niedersachsen beanspruchen können, wenn die Landeshauptstadt Hannover nicht ihrerseits den Hebesatz um satte 70 Prozentpunkte auf jetzt 600 Prozent heraufgesetzt hätte. Im Vergleich dazu, hoben die Städte Lingen (+ 35 Prozentpunkte), Delmenhorst (+ 15 Prozentpunkte) und Lüneburg (+ 10 Prozentpunkte) ihre Grundsteuer-Hebesätze nur moderat an. Lingen (Ems) weist mit 330 Prozent auch den geringsten Hebesatz unter den 20 betrachteten Städten auf. Der Durchschnitts-Hebesatz liegt bei 439 Prozent.

Zur Anhebung des Hebesatzes für die Gewerbesteuer fanden sich unter den betrachteten Städten nur in Lingen (Ems), Lüneburg und Hildesheim politische Mehrheiten. In Lingen (Ems) wurde ein Anstieg um stattliche 45 Prozentpunkte auf nunmehr 395 Prozent beschlossen. Um jeweils 30 Prozentpunkte erhöhten wiederum Lüneburg und Hildesheim ihre Hebesätze. Den unverändert höchsten Gewerbesteuer-Hebesatz weist die Landeshauptstadt Hannover mit 460 Prozent aus, der geringste ist wiederum in der Stadt Nordhorn mit 356 Prozent zu finden. Der durchschnittliche Gewerbesteuer-Hebesatz liegt bei 410 Prozent.

Die aktuelle Vergleichstabelle steht hier zum DOWNLOAD bereit.

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