LV Niedersachsen und Bremen - Wolfsburger Stadtwerke-Affäre: Bund der Steuerzahler fordert Aufklärung

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15.09.2010

Wolfsburger Stadtwerke-Affäre: Bund der Steuerzahler fordert Aufklärung

Eine rasche und lückenlose Aufklärung der Vorwürfe, zu Lasten der Wolfsburger Stadtwerke seien CDU-Wahlkämpfe unterstützt worden, verlangt der Bund der Steuerzahler Niedersachsen und Bremen sowohl von der Stadtwerke Wolfsburg AG wie auch von der CDU Niedersachsen. Die jetzt öffentlich gewordenen Anschuldigungen eines Stadtwerke-Mitarbeiters wirkten in Bezug auf einen möglichen Missbrauch kommunaler Entgelte für Strom und Gas ebenso schwer wie im Hinblick auf eine etwaige illegale Parteienfinanzierung.

Der Bund der Steuerzahler bezieht sich auf aktuelle Presseberichte, nach denen ein Mitarbeiter des Wolfsburger Versorgungsunternehmens bei Weiterzahlung seiner vollen Bezüge für CDU-Wahlkämpfe teilweise freigestellt worden sein soll. Zu Lasten der Stadtwerkekassen sollen dabei auch Dienstwagen und Kommunikationsgeräte wie Handys und Notebooks eingesetzt worden sein. Die Stadtwerke Wolfsburg seien aufgefordert, die Vorwürfe des rechtswidrigen Einsatzes von Personal- und Sachmitteln umfassend zu entkräften oder die dafür Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die CDU ihrerseits müsse der Frage nachgehen, ob ein Verstoß gegen die Vorschriften des Parteiengesetzes vorliege. Wenn Parteien nach dem Parteiengesetz schon keine Spenden von kommunalen Unternehmen annehmen dürften, dann verbiete sich selbstredend erst recht die Nutzung von Stadtwerke-Ressourcen für Wahlkampfzwecke.

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