LV Niedersachsen und Bremen - Bauerrichtungsleistungen


26.12.2012

Bauerrichtungsleistungen

Doppelbesteuerung mit Umsatzsteuer und Grunderwerbsteuer unzulässig

Hat ein Bauherr zunächst ein Grundstück erworben und im engen zeitlichen Zusammenhang einen Vertrag über die Errichtung eines Einfamilienhauses abgeschlossen, so kann der Fiskus die Grunderwerbsteuer nur aus dem Grundstückswert und nicht aus den Bauleistungen verlangen.

Das Finanzamt beabsichtigte im Klagefall den Wert des Grundstückes und den Wert des zu errichtenden Hauses als Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer heranzuziehen. Das Gericht gab der hiergegen gerichteten Klage statt. Für den Bauherrn liege nach Auffassung der Richter eine unzulässige Doppelbelastung vor, wenn er für die Errichtung des Hauses neben der Umsatzsteuer auf die Bauleistungen auch noch Grunderwerbsteuer zahlen müsse.

Niedersächsisches Finanzgericht; Az: 7 K 192/09 – Revision eingelegt; Az. des BFH: II R 7/12

Praxistipp: Sofern die Finanzverwaltung das zu errichtende Haus in die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer einbezieht, sollte gegen den Grunderwerbsteuerbescheid Einspruch eingelegt und das Ruhen des Verfahrens beantragt werden. Zur Begründung sollte auf das Urteil des NFG und das anhängige Revisionsverfahren verwiesen werden.


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