LV Niedersachsen und Bremen - Einkommensteuer

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03.05.2017

Einkommensteuer

Unzulässigkeit des Wechsels der AfA-Methode bei Gebäudeabschreibungen

Nach einer Entscheidung des FG Baden-Württemberg darf nicht zur linearen Abschreibung nach der tatsächlichen Nutzungsdauer gewechselt werden, wenn ursprünglich mit einer degressiven Gebäude-AfA begonnen worden ist.

Im Klagefall vermietete die Klägerin ein Grundstück, das mit einem Werkstatt- und Ausstellungsgebäude bebaut war. Das Objekt wurde seit Fertigstellung im Dezember 1994 degressiv abgeschrieben. Im Streitjahr 2009 wurde das Gebäude um einen Anbau erweitert. Hierdurch erhöhte sich die bisherige AfA-Bemessungsgrundlage um 85.137 Euro. Die Kläger machten in der Einkommensteuererklärung für 2009 die AfA mit 5 % geltend und kamen so auf eine Abschreibung in Höhe von 33.477 Euro. Das Finanzamt bewilligte nur eine AfA in Höhe des fortgeführten AfA-Satzes von 1,25 %, also 8.370 Euro.

Das Gericht wies die hiergegen gerichtete Klage ab. Ein Wechsel der AfA-Methode sei unzulässig. Dies ergebe sich aus der Vorschrift des § 7 Abs. 5 EStG. Diese Vorschrift sehe starre unveränderliche Staffelsätze für die gesamte Dauer der Absetzung vor. Diese können während einer laufenden AfA-Reihe nicht in einzelnen Jahren über- oder unterschritten werden. Hat der Steuerpflichtige den Vorteil der erhöhten Absetzung in den ersten Jahren der Nutzungsdauer gezogen, so müsse er auch die späteren Nachteile in Kauf nehmen.

Urteil des FG Baden-Württemberg vom 27. Oktober 2015, Az.: 5 K 1909/12; Nichtzulassungsbeschwerde zugelassen, Az. des BFH: 9 R 33/16.

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